Auf der Suche nach Bestätigung
EFI - ein Modellprojekt für reife Menschen
Rostock/rb/iv. Die Gesellschaft braucht engagierte Senioren. Das zeigt sich
vor
allem in den zahlreich vorhandenen ehrenamtlichen Projekten. Deutschlandweit
sind mehr als 22 Millionen Ehrenamtler tätig. Sie arbeiten in Vereinen,
Verbänden, sozialen Organisationen und Bürgerinitiativen. Viele von
ihnen sind um die 60 Jahre alt und darüber hinaus. Sie sind Rentner, Vorruheständler
bzw. kürzlich erst in die nachberufliche Phase eingetreten, und sie sind
auf der Suche nach einer sinnvollen Aufgabe jenseits von Familie und Beruf.
Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass der nachberuflichen Lebensphase
noch gut zwei Jahrzehnte nachberechnet werden können. Eine lange Zeitspanne,
die auch eine Verpflichtung des Einzelnen für die Gesellschaft ist. Eingedenk
des demografischen i Wandels kommt diesen Jahrgängen eine immer größere
Bedeutung in der unmittelbaren Bewältigung der Zukunftsaufgaben zu. Ein
Baustein zur direkten Einbeziehung in das gesellschaftliche Geschehen ist das
Bundesmodellprojekt „Erfahrungswissen für Initiativen", kurz
EFI genannt. Zu den zehn Bundesländern, in denen das Modellprojekt zum Tragen
gekommen ist, gehört auch Mecklenburg-Vorpommern. Ziel des EFI-Programms
ist es, die gesellschaftliche Position älterer Menschen neu zu definieren
und ihr ehrenamtliches Engagement in der und für die Öffentlichkeit
nutzbar zu machen. Damit können sich für viele Menschen neue Formen
der aktiven Mitgestaltung eröffnen, und im gleichen Zuge wird der Vereinsamung
vorgebeugt.
2002 zum ersten Mal gestartet, ist das Modellprojekt auf fünf Jahre ausgelegt.
Die Teilnehmer erwerben über Grundkurse und ergänzende fakultative
Fachmodule eine Ausbildung zum/zur „seniorTrainer/ in" - „seniorTrainer/innen" können
u.a. schon bestehende Projekte, Selbsthilfegruppen bzw. Vereine begleiten oder
aber in noch nicht bzw. ungenügend abgedeckten Engagementsbereichen neue
Initiativen ins Leben rufen.
Senioren, die bereits an so einer Ausbildung teilgenommen haben, bestätigen,
dass sie für sich neue Lebensinhalte entdecken konnten, die sie nicht mehr
missen mögen. Sie sind in vielen Bereichen, ob Sport, Kultur, Freizeit,
Bildung, Kinder- und Jugendarbeit, Seniorenbereich, Gesundheit, Umwelt und vielem
mehr tätig und das mit Erfolg. Wer sich für eine Ausbildung zum/zur „senior-Trainer/in" interessiert,
kann sich wenden an:
1.: Seniorenbüro, 17033 Neubrandenburg, Friedlanderstraße
14, Tel. 03 95/5 44 13 6l. Ansprechpartnerin ist Monika Jöhrendt.
2.: Rostocker Seniorenakademie, 18057 Rostock, Parkstraße 6, Tel. 03 81/4
98 84 48. Ansprechpartnerin ist Sylvia Rüting.
3.: Seniorenbüro Schwerin, 19053 Schwerin, Martinstraße 1/la, Tel.
03 85/ 5 57 49 62/-66. Ansprechpartnerin ist Christine Dechau.

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