Das Modellprogramm „Erfahrungswissen für Initiativen“ und
das entwickelte Konzept zur Nutzung des Erfahrungswissens Älterer treffen
international auf positive Resonanz. Das im internationalen Vergleich mit 1.000
aktiven seniorTrainerinnen und seniorTrainer sowie einem umfassenden Projektverbund
umfangreichste Modellprogramm hat den Aufbau ähnlicher Programme im europäischen
Ausland inspiriert.
Auf zahlreichen Konferenzen im In- und Ausland (u.a. 18. Weltkongress der
International Association of Gerontology in Brasilien) wurde das Bundesmodellprogramm
vorgestellt. Daraus sind internationale Netzwerke und Kooperationen entstanden.
Auch die internationalen Foren auf den Fachtagungen des Bundesmodellprogramms
in 2005 und 2006 setzten ein Zeichen, in dem sie Interessierte aus den USA,
Belgien, Österreich, Schweiz, den Niederlanden und Finnland zum Austausch über
neue Verantwortungsrollen für Ältere anregten. Aufgrund der positiven
Rückmeldungen auf Tagungen und Kongressen sind Kooperationsprojekte entstanden,
die kreative Wege der Engagementförderung und Partizipation der neuen
Altengenerationen beschreiten.
Das Bundesmodellprogramm als „Good-Practice-Beispiel“
Das Interesse an einer Anwendung und Übertragung des Konzeptes über
die Modell-Modellstandorte hinaus ist groß: Bereits jetzt zählen
zu den interessierten Standorten nicht nur Kommunen in Deutschland, sondern
auch Standorte in der Schweiz, Österreich, Finnland und Norwegen. Das
Konzept zur Nutzung des Erfahrungswissens Älterer ist zudem eines von
drei Good-Practice-Beispielen, deren Konzept-Bausteine im Rahmen des vom BMFSFJ
geförderten europäischen Kooperationsprojektes „Lifelong Learning
and Active Citizenship in Europe’s Ageing Society (LACE, 2005-2007) in
weiteren Ländern Europas implementiert werden sollen. Hierzu zählen
Italien, Spanien, Irland und Slowenien. Die Erfahrungen im Bundesmodellprogramm „Erfahrungswissen
für Initiativen“ werden in ein internationales Handbuch zum Aufbau
von Förderprogrammen für das Engagement älterer Menschen in
Europa einfließen (www.lace-project.net).
Jüngstes Beispiel für die steigende internationale Resonanz ist
die Einführung des Pilotprojektes „innovage“ in der Schweiz
und aktuelle Planungen zu einem Pilotprojekt in Österreich. In Finnland
wurde bereits ein Weiterbildungskurs für seniorTrainerinnen und seniorTrainer
erfolgreich gestartet.
seniorTrainerinnen und seniorTrainer im internationalen Austausch
Für viele seniorTrainerinnen und seniorTrainer ist der internationale
Austausch zu einem wichtigen Aspekt ihres bürgerschaftlichen Engagements
geworden: So führten die seniorTrainerinnen und seniorTrainer aus Hannover
einen zweitägigen Austausch mit älteren Freiwilligen der SESAM Academie
in den Niederlanden durch. SeniorTrainerinnen und seniorTrainer aus Köln
wiederum stellten ihre Aktivitäten einer Expertengruppe aus Spanien und
dem LACE-Netzwerk vor.
ISAB bündelt derzeit die verschiedenen internationalen Anfragen zum Modellprogramm „Erfahrungswissen
für Initiativen“. Nicht zuletzt im Hinblick auf die deutsche EU-Präsidentschaft
in 2007 ist beabsichtigt, andere Länder an den Erfahrungen im deutschen
Modellprogramm teilhaben zu lassen und den Know-How-Transfer zu ermöglichen.
Zudem können die im Modellprogramm erfolgreich erprobten Strategien zur
Verantwortungsübernahme der Älteren in die Fortführung des Nationalen
Altenplans mit einfließen.
Eine Zusammenfassung der internationalen Aktivitäten im Bundesmodellprogramm
finden Sie in der vom ISAB-Institut veröffentlichten
Information
der wissenschaftlichen Begleitung Nr. 34 (PDF, 63kb).
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