In der Sport- und Kongresshalle Schwerin fand vom 7. bis 9. Mai 2004 die erste
Landesseniorenmesse in Mecklenburg-Vorpommern statt. Die Messe bot sowohl kommerziellen
Anbietern von Gütern und Dienstleistungen als auch gemeinnützigen Organisationen
und Vereinen die Gelegenheit ihre Angebote einem größeren Publikum vorzustellen.
Die Ausstellung mit insgesamt 109 Informations- und Verkaufsständen wurde ergänzt
durch ein buntes Rahmenprogramm mit Messecafe, sozio-kulturellen Darbietungen
(Tanzgruppen, Modeschau etc.) und Informationsveranstaltungen (Vorträge, Diskussionsrunden).
Ca. 9000 überwiegend ältere Menschen besuchten die Messe und nahmen die Möglichkeit
wahr, sich über ein breites Spektrum von Produkten und Angeboten zu verschiedenen
Lebensbereichen und Themen (von Ernährung, Gesundheit, Wohnen, über Reisen,
Mobilität bis hin zu Freizeit, Kultur, Bildung und freiwilliges Engagement im
höheren Alter) zu informieren.
Die Sozialministerin des Landes Mecklenburg-Vorpommern Frau Dr. Marianne Link
eröffnete die Messe. In ihrem Grußwort (siehe unten) verwies sie auf die Beteiligung
Mecklenburg Vorpommerns an dem Bundesmodellprogramm "Erfahrungswissen für Initiativen"
und unterstrich dessen Bedeutung sowohl für die Älteren selbst und als auch
für die Gesellschaft insgesamt, indem es dazu beiträgt, vorhandenes Wissen und
Erfahrungen zu aktivieren und nutzbar zu machen.
Das EFI-Programm war an allen drei Messetagen mit einem eigenen Stand vertreten
und wurde im Rahmen des Podiumsgesprächs "Älter werden in Mecklenburg -Vorpommern"
vorgestellt.
Die Standgestaltung und -betreuung erfolgte durch das ISAB-Institut in enger
Kooperation mit dem Landesring M/V des Deutschen Seniorenrings e.V. (EFI-Bildungsträger),
dem Seniorenbüro Schwerin, dem Seniorenbüro Neubrandenburg und der Rostocker
Seniorenakademie (EFI-Agenturen). Weiterer Kooperationspartner war die Firma
media norm, die seit Jahren eng mit dem Seniorenbüro Schwerin zusammenarbeitet
(u.a. PC-Kurse für Senioren) und die technische Ausstattung unterstützte.
Zahlreiche Besucher interessierten sich für das EFI-Programm. Sie informierten
sich anhand der ausliegenden Materialien, in Gesprächen mit den Agenturmitarbeitern,
den seniorTrainerinnen und der wissenschaftlichen Begleitung über die Weiterbildung
und die Engagementmöglichkeiten als seniorTrainer. Große Aufmerksamkeit fanden
auch die Vorstellungen von einzelnen seniorTrainerinnen-Projekten, die an den
beiden PCs am Stand präsentiert wurden. Prominenten Besuch erhielt der EFI-Stand
gleich an zwei Tagen - am Freitag durch die Sozialministerin Dr. Marianne Link
und am Samstag durch die Finanzministerin Sigrid Keler. Auch das Podiumsgespräch
"Älter werden in Mecklenburg -Vorpommern" war mit ca. 40 Teilnehmern gut besucht.
Das EFI-Programm war eines von drei Themenschwerpunkten des Podiumsgesprächs.
Diskutanten auf dem Podium waren:
Helga Bomplitz, Landesring M/V des Deutschen Seniorenrings e.V.
Dr. Elke Olbermann, ISAB-Institut
Frau Elvira Henke, Sozialministerium Mecklenburg-Vorpommern
Jörg Heydorn, Landtag M-V, sozialpolitischer Sprecher der SPD
Harry Glawe, Landtag M-V, sozialpolitischer Sprecher der CDU
Angelika Gramkow, Landtag M-V, Vorsitzende der PDS-Fraktion
Brigitte Paetow, Landesseniorenbeirat M-V
Moderation: Pastor Martin Scriba
Weitere Eindrücke von der Messe und dem EFI-Stand finden Sie in der
- Bildergalerie
- Grußwort der Sozialministerin Dr. Marianne Link zur Landesseniorenausstellung
"Mitten im Leben - 50+"
Liebe Seniorinnen und Senioren,
sehr geehrte Damen und Herren,
verehrte Gäste,
gern bin ich dem Wunsch des Veranstalters, die Schirmherrschaft für die landesweite
Seniorenausstellung unter dem Motto "Mitten im Leben - 50+" zu übernehmen, gefolgt.
Knapp 1/3 der Einwohnerinnen und Einwohner unseres Bundeslandes sind 50 Jahre
und älter. Mir persönlich liegt viel daran, dass sich die Menschen auch im Alter
wohl fühlen.
Die dritte Lebensphase ist gekennzeichnet durch eine steigende Lebenserwartung.
Noch nie ereichten so viele Menschen ein so hohes Alter bei guter Gesundheit.
Die Zahl der Älteren, die nicht mehr durch Erwerbstätigkeit in die Gesellschaft
eingebunden sind, nimmt in starkem Maße zu. Geprägt ist diese Lebensphase insbesondere
durch den Anspruch, nicht nur "dem Leben mehr Jahre", sondern "den Jahren mehr
Leben zu geben." Die Meisten von Ihnen, liebe Bürgerinnen und Bürger, fühlen
sich nach der Beendigung der Berufstätigkeit noch so aktiv, dass sie ihr Wissen
und Engagement der Allgemeinheit zur Verfügung stellen möchten. Ich begrüße
dies ausdrücklich und vertrete die Auffassung, dass es sich unsere Gesellschaft
nicht leisten kann, diese vorhandenen Ressourcen nicht zu nutzen und brach liegen
zu lassen.
Das Modellprogramm "Erfahrungswissen für Initiativen", das durch mein Haus
maßgeblich unterstützt wird, trägt dazu bei, vorhandenes Wissen und Erfahrungen
zu aktivieren bzw. darauf zurückzugreifen.
Das Alter heute ist nicht mehr grau in grau, es ist bewegt und bunt. Den Prozess
des Älterwerdens gestalten Sie, liebe Seniorinnen und Senioren selbst aktiv.
Dabei sind Sie in zunehmendem Maße selbstbewusst und selbstbestimmt. Immer wieder
gibt es dabei Chancen und neue Erfahrungen.
Je besser es uns künftig gelingt, politische Entscheidungsträger, Vereine,
Verbände, die Verbände der freien Wohlfahrtspflege, Parteien, Gewerkschaften
und viele Einwohnerinnen und Einwohner aktiv in die Seniorenarbeit einzubeziehen,
je besser sind wir in der Lage, Ihren Wünschen, liebe Seniorinnen und Senioren,
zu entsprechen und Ihre Erfahrungen effektiv zu nutzen.
So kann das Leben älterer Menschen in unserem Bundesland vielfältig und attraktiv
sein. Die Landesseniorenausstellung kann eine solche Erfahrung für Sie werden.
Unter dem Motto "Mitten im Leben - 50+" erwartet Sie neben den vielen Ausstellern,
die überwiegend aus Mecklenburg-Vorpommern kommen, ein buntes Programm auf der
Bühne sowie sachkundige Vorträge im Seminarraum.
Bei einem Podiumsgespräch zum Thema: "Älterwerden in Mecklenburg-Vorpommern"
haben Sie Gelegenheit, zu erfahren, wie sich die Vertreterinnen und Vertreter
aus ganz unterschiedlichen Bereichen für die Belange der Seniorinnen und Senioren
einsetzen und welche Vorstellungen sie bezüglich einer aktiven Seniorenpolitik
haben.
Die Mehrzahl der präsentierten Projekte wird von aktiven älteren Menschen,
oft auch gemeinsam mit Jüngeren, selbst gestaltet. Das bietet beste Voraussetzungen
für Gespräche und für einen Erfahrungsaustausch.
Ich wünsche der 1. Landesseniorenausstellung Mecklenburg-Vorpommern viel Erfolg.
Für die Aussteller hinsichtlich ihrer Erwartungen und für die Besucher, dass
sie die Landesseniorenausstellung nutzen, nicht nur um zu sehen, sondern auch,
um aufeinander zuzugehen. Ich wünsche Ihnen allen unterhaltsame und erlebnisreiche
Stunden.
Dr. Marianne Linke
Sozialministerin
Mecklenburg-Vorpommern
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