1 Projektkoordination (ISAB)
Die Aufgaben der Projektkoordination erstrecken sich insbesondere auf
die
-
Sicherstellung
einer ausreichenden Kooperation zwischen den Gremien und Akteuren des EFI-Programms,
-
die
Sicherstellung einer ausreichenden Kooperation zwischen den drei Ebenen :
Bund, Länder örtliche Ebene.
Neben der kontinuierlichen
Abstimmung der Arbeitschritte im Projektverlauf sowie der Rückkopplung wichtiger
Teilergebnisse an das Ministerium ist es für den Erfolg der Durchführung des
Multiplikatorenprogramms unverzichtbar, dass zwischen den Aufgaben "Beratung
und Begleitung", der Aufgabe "Curriculumentwicklung" und der
Aufgabe "Evaluierung" eine enge terminliche und inhaltliche Abstimmung
gewährleistet wird.
Im einzelnen umfasst die Projektkoordination folgende Leistungen:
1. Projektfeinplanung
und -steuerung und laufende Kooperation mit dem Ministerium sowie Aufgaben
und Terminkoordinationen zwischen den drei Partnern der wissenschaftlichen
Begleitung,
2. Vorbereitung
von Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit für das EFI-Programm, Durchführung
von vier Fachtagungen in Kombination mit den programminternen Workshops, Erstellung
von Newslettern.
3. Organisatorische
Betreuung des Beirates, einem interdisziplinär zusammengesetzten Fachgremium
mit 16 Mitgliedern sowie der Lenkungsgruppe für das EFI-Programm.
4.
Koordination
der Berichterstattung der drei Akteure der wissenschaftlichen Begleitung für
den Zwischen- und Abschlussbericht.
5. Zertifikatsentwicklung,
Abschluss einer Versicherung und Sicherstellung der Ausgabe der Seneca.
1.1 Projektsteuerung
Die Projektfeinplanung legt
jeweils zu Beginn eines Jahres alle Termine konkret fest. Die laufende Zusammenarbeit
mit dem Ministerium soll in regelmäßigen Jour fixe Terminen koordiniert werden,
in die je nach Bedarf die beiden anderen Partner einbezogen werden.
Eine Aufgabe der Projektkoordination
und der Evaluierung bezieht sich auf die Berücksichtigung des Gender Mainstreaming,
also der geschlechtsspezifischen Prüfung des Programms, die Prüfung der Frage,
durch welche Maßnahmen und Strategien geschlechtsspezifische Benachteiligungen
verstärkt bzw. abgebaut werden.
1.2 Öffentlichkeitsarbeit, externe Tagung, Newsletter
Die Vorbereitung von Maßnahmen der für das Programm wichtigen Öffentlichkeitsarbeit
sowie die Durchführung hieraus sich ergebender Informationsveranstaltungen
ist eine zentrale Aufgabe der Projektkoordination. Ziel der Öffentlichkeitsarbeit
zum EFI-Programm ist es, das Tätigkeitsfeld seniorTrainer attraktiv zu vermarkten,
d.h., es als neue Verantwortungsrolle so darzustellen und zu vermarkten, dass
es gelingt - vergleichbar mit der Idee des Seniorenbüros - bereits während
der Projektlaufzeit seniorTrainer auch in nicht am Modellprogramm beteiligten
Kommunen zu initiieren. Eine zentrale Anforderung an das Projektmanagement
ist es, darauf hinzuwirken, dass nicht nur programmintern erfolgreich gearbeitet
wird, sondern dass die Leitthemen des EFI-Programms kontinuierlich in die
(Fach) Öffentlichkeit transportiert werden. Die hierbei präsentierten Ergebnisse
und Themen werden auch aus den Erkenntnissen der Evaluierung und der Curriculumentwicklung
gespeist.
Die wichtigsten Instrumente, mit denen dieses Ziel realisiert werden soll,
sind:
1.
Die
Veröffentlichung eines regelmäßigen Newsletters im Internet zu den sukzessive
entstehenden Projektergebnissen und Erkenntnissen. Die laufende Internetpräsentation
des EFI-Programms umfasst auch die Aufnahme wichtiger Vorträge aus den Tagungen
und die Bereitstellung von Presseberichterstattungen über Tagungen und lokale
seniorTrainer Aktivitäten.
2.
Im
Programmverlauf werden vier eintägige Fachtagungen für die interessierte Fachöffentlichkeit,
kombiniert mit den unter Ziffer 3.2.5 erläuterten Workshops, durchgeführt.
Inhaltlich und thematisch werden diese von den drei Partnern der wissenschaftlichen
Begleitung von wichtigen Projektakteuren vor Ort und ggf. externen Referenten
gestaltet.
Ziel dieser Fachtagungen ist es, das EFI-Programm in der Öffentlichkeit
bekannt zu machen. Durch den Einsatz der seniorTrainer in verschiedenen Bereichen
soll eine große Breitenwirkung in der öffentlichen Wahrnehmung des Programms
und der Rolle der älteren Menschen erreicht werden. Durch die Präsentation
der Fachbereiche, die seniorenpolitisch hochaktuell sind, soll die Akzeptanz
und die Aufmerksamkeit für das EFI-Programm gefördert werden.
Aus der Abfrage der Bundesländer ergeben sich weitestgehend übereinstimmend
die folgenden Fachbereiche für den ersten Kursblock, aus denen die Themen
für die Tagungen entwickelt werden.
-
Wohnberatung
und Wohnanpassungsberatung
-
Internetnutzung
durch ältere Menschen
-
Besuchsdienste,
pflegeergänzende Dienste
-
selbstorganisierte
Freizeitgestaltung in Altenclubs, -tagesstätten usw.
-
Organisation
von Aktivitäten im Kulturbereich (Theater, Museen usw.)
Weitere Bereiche sind:
Intergenerative Projekte, Einsatz älterer Menschen in Schulen und Kindergärten,
Umweltschutz und Ökologie, Wohnumfeldgestaltung, Einbeziehung älterer Migrant/innen,
Arbeit im Hospiz, Seniorenvertretungen und Heimbeiräte.
3. Insgesamt werden drei Treffen mit
den beteiligten Ländern in Bonn als eintägige Veranstaltung durchgeführt.
Ziel ist die Information über Zwischenergebnisse des EFI-Programms, insbesondere
zu den Erfahrungen und zum Prozess der Etablierung der neuen Verantwortungsrolle
für Senioren.
4. Die Botschaften
des EFI-Programms sollen über die dargelegten Formen der Öffentlichkeitsarbeit
hinaus durch frühzeitige einzuplanende Events auch in anderen Kontexten bekannt
gemacht werden (jeweils am 5.12., dem Tag des Ehrenamtes oder bei der Jahresversammlung
der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie).
5.
Eine Aufgabe der Öffentlichkeitsarbeit besteht auch in der Zusammenarbeit
mit einer Werbeagentur zwecks Entwicklung bundesweiter Materialien, z.B. eines
Logos für seniorTrainer und eines Infoblattes zur Beschreibung der Idee und
der Rolle von seniorTrainern. Diese sollen den Anlaufstellen in angemessener
Auflage zur Verfügung gestellt werden zur Unterstützung ihrer Bemühungen bei
der Rekrutierung und beim Einsatz der seniorTrainer. Ein einheitliches Logo
und eine ansprechende Beschreibung der seniorTrainer Idee fördert die Identifikation
und Identität des Gesamtprogramms.
1.3 Projektbeirat und Lenkungsgruppe
Die Betreuung des Begleitgremiums
zum EFI-Modellprogramm erfolgt durch die Mitwirkung an der Vorbereitung und
Durchführung von 8 Sitzungen. Der Beirat soll folgende Aufgaben haben:
-
Beratung über den Einbezug von Fachbereichen,
-
fachliche Begleitung der zentralen Curriculumsentwicklung und
der Fachcurricula,
-
Information über den Projektsverlauf und der Arbeit der wissenschaftlichen
Begleitung,
-
Flankierung der Umsetzung des Modellprogramms in die Regelstrukturen,
-
Aufbau von Kontakten in die Verbandsstrukturen (Ehrenamt und
Seniorenpolitik) und die wissenschaftliche Forschung und Lehre.
Ein wichtiges Thema, das im
Begleitgremien auf der Grundlage der Berichterstattung der wissenschaftlichen
Begleitung kontinuierlich diskutiert werden sollte, bezieht sich auf die Frage,
ob und wie die Idee des seniorTrainers angenommen wird und ob ggf. Zusatzaktivitäten
hierfür ergriffen werden sollten.
1.4 Berichterstattung
Nicht zuletzt muss die Projektkoordination
gewährleisten, dass die Berichterstattung über die Ergebnisse der wissenschaftlichen
Begleitung koordiniert und abgestimmt werden. Anfang 2004 soll ein Zwischenbericht,
und in 2006 der Abschlussbericht zum EFI-Programm vorgelegt werden, in dem
die Erkenntnisse und Leistungen der drei Partner der wissenschaftlichen Begleitung
dokumentiert werden. Unter Zugrundelegung der von jedem Partner zu erstellenden
Texte übernimmt ISAB die formale Zusammenfassung der Bausteine in einen Gesamtbericht
unter Kennzeichnung der jeweiligen Autorenschaft. Spätestens drei Monate vor
dem Abgabetermin sollte seitens des Ministeriums entschieden werden, ob die
Berichte in der Schriftenreihe des Ministeriums oder in einem anderen Verlag
(z.B. ISAB-Verlag) veröffentlicht werden, um Kosten für Umformatierung und
neue Layoutgestaltung zu vermeiden. Kosten für Druck und Vertrieb müssen getrennt
kalkuliert werden.
1.5 Seneca
Jeder seniorTrainer soll bei der Wahrnehmung seiner beratenden und unterstützenden
Leistungen für Initiativen Versicherungsschutz genießen. Die Projektkoordination
wird im Auftrag des BMFSFJ den von der BAGSO abgeschlossenen Gruppenversicherungsvertrag
übernehmen. Da die mit dem Versicherungsschutz verbundenen Kosten für das
EFI-Programm sind nicht im Angebot enthalten. Die Ausgabe der Seneca soll
nach erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung durch die Bildungsträger erfolgen.